StartseiteEnergien - Heute und MorgenGuD-Anlagen

GUD - ausgeschrieben Gas- und Dampfturbinen-Anlagen, dienen der Stromerzeugung, wobei Gasturbinen- und Dampfturbinenprozess miteinander kombiniert werden. Die Bezeichnung GuD-Kraftwerk ist in Deutschland üblich. Sie ist ursprünglich eine Bezeichnung der Firma Siemens. In der Schweiz und in Österreich wird dieser Kraftwerkstyp eher als Kombikraftwerk bezeichnet. Im englischen Sprachraum spricht man von "Combined Cycle Power Plant (CCPP)" oder "Combined Cycle Gas Turbine (CCGT)". Wegen ihrer Schnellstartfähigkeit erzeugen GuD-Kraftwerke im wesentlichen Strom zu benötigten Spitzenzeiten.

Mit ein oder zwei Gasturbinen und einer Dampfturbine wird Elektrizität erzeugt, wobei entweder jede Turbine jeweils einen Generator antreibt (Mehrwellenanlage) oder eine Gasturbine mit einer abkuppelbaren Dampfturbine. die auf einer gemeinsamen Welle den Generator (Einwellenanlage) antreiben. Die dabei enstehenden, heißen Abgase der Gasturbinen werden in einem Abhitze-Dampfkessel zur Erzeugung von Wasserdampf verwendet. Der Dampf wird anschließend über einen herkömmlichen Dampfturbinenprozess entspannt (Druckminderung). Es entfallen ca. 2/3 der elektrischen Leistung auf die Gasturbine und 1/3 auf den Dampfprozess.

GUD-Anlage in Socar Frankreich



Wenn neben der Nutzung der Abgaswärme der Gasturbine durch zusätzliche Befeuerung (Zusatzfeuerung) des Dampfkessels die Dampfleistung und damit die elektrische Leistung der Dampfturbine erhöht wird, spricht man von einem Kombi-Prozess. Für den Betrieb der Gasturbine werden gasförmige oder flüssige Brennstoffe wie Erdgas, Biogas oder Heizöl eingesetzt. Für den Betrieb des Brenners im Dampfkessel können auch andere Brennstoffe wie beispielsweise Kohle, Holzpellets oder Holzhackschnitzel eingesetzt werden

Beispiel eines Kombiprozesses